Nicht vergessen: Das müssen Sie bis zum 31.12. erledigen

Dez 11, 2017

Moheb

Vermieter

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Für Immobilienbesitzer fällt immer eine Menge Verwaltungsaufwand an – das gilt ganz besonders jetzt zu Jahresende. Denn wenn Sie bei Streitigkeiten oder Unklarheiten zu spät Rechtsmittel einlegen, riskieren Sie eine Verjährung, und das bedeutet oft finanzielle Verluste. Deshalb ist jetzt der allerletzte Termin, um Abrechnungen zu prüfen und Nachforderungen einzureichen. Dann sollten die jeweiligen Schreiben am besten vorab etwa per Fax zugestellt und per Post nachgereicht oder persönlich mit Dokumentierung zu Geschäftszeiten eingeworfen werden. So stellen Sie sicher, dass Ihre Forderung nicht im Weihnachtsgeschäft untergeht.

Betriebskostenabrechnung 2016

Wenn Sie ein Anlageobjekt vermieten, müssen Sie bis Ende 2017 die Betriebskostenabrechnung von 2016 an Ihre Mieter zustellen. Danach, ab dem 1. Januar 2018, sind Nachforderungen ausgeschlossen. Der Mieter freut sich. Sie als Vermieter müssen ausstehendes Guthaben aber trotzdem auszahlen, dieses verjährt nämlich nicht. Außerdem dürfen Mieter von Wohnungen und Gewerbeflächen die Vorauszahlungen einstellen, wenn der Vermieter den Vertrag (rechtzeitige Abrechnung) nicht einhält, und können auch klagen.

Offene Rechnungen/Mängelforderungen

Auch wenn Sie Handwerker oder Hausverwalter sind und noch offene Rechnungen aus dem Jahr 2014 haben, sollten Sie diese spätestens jetzt per Klage oder gerichtlichem Mahnverfahren einfordern, da sie sonst verjähren. So gehen Sie dann leer aus. Noch bis Mitternacht an Silvester dürfen Sie diese Unterlagen bei Gericht einreichen. Auch Forderungen wegen Baumängeln können Sie jetzt noch einklagen, hier gilt die Verjährungsfrist ab dem Tag, an dem die Rechnungen prüffähig sind. Mängelrechte bei Immobilien verjähren erst nach fünf Jahren zum Tag der Abnahme.

Sondertilgung

Wenn Sie eine Immobilie finanzieren und der Vertrag schon älter ist, lohnen sich Sondertilgungen besonders. So lag etwa vor sechs Jahren der Effektivzins noch bei rund vier Prozent. Da die Zinsen zur Zeit so niedrig sind, lohnt es sich, Schulden zurückzuzahlen statt zu sparen. Wenn Ihr Kreditvertrag Sondertilgungen zulässt, sind das in der Regel fünf Prozent der Darlehenssumme jährlich. Aber auch geringere Beträge lohnen sich. Da die Sondertilgungen nicht auf das nächste Jahr übertragbar sind, sollten Sie jetzt prüfen, was Sie investieren können. Dabei muss natürlich bedacht werden, dass zu Jahresanfang oft einige größere Rechnungen anliegen.

Steuervorteile nutzen

Wenn Sie noch dieses Jahr etwas von der Steuer absetzen möchten, lohnt es sich, kleinere Handwerkerleistungen noch schnell durchführen lassen. Das kann etwa eine Heizungswartung oder eine einfache Reparatur sein. Besprechen Sie vorher genau mit den Handwerkern, wie Ihr Zeitfenster ist, und lassen Sie sich den Ausführungs- und Fertigstellungstermin am besten schriftlich bestätigen, um Verzögerungen bis ins neue Jahr hinein zu vermeiden.

Damit Sie auch im nächsten Jahr alle Termine einhalten können, lohnt es sich, eine Checkliste zu erstellen mit allen Forderungen und Fristen zu Ihrer Immobilie am Jahresende. Diese legen Sie sich einfach für November 2018 auf Wiedervorlage.

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