Warum Sie dieses Jahr noch schnell spenden sollten

Dez 21, 2017

Moheb

Allgemein

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Wir alle sind uns einig, dass es Organisationen gibt, welche die Welt zu einem besseren Ort machen. Für den einen ist es vielleicht Greenpeace, für den anderen das örtliche Kinderdorf. Deshalb ist es besonders schön, dass der Fiskus unsere Wohltätigkeit bei der nächsten Steuererklärung belohnt. Wenn Sie dieses Jahr also noch etwas Gutes tun und dabei Steuern sparen möchten, sollten Sie sich an folgende Regeln halten: 

Eigennutz ist erlaubt!

Wenn Sie spenden, tun Sie etwas Gutes für die Gesellschaft. Punkt. Spenden heißt: freiwillig und ohne Gegenleistung. Natürlich ist es trotzdem erlaubt, sogar wichtig, dabei auch an unser eigenes Wohl zu denken und die steuerlichen Vorteile voll auszunutzen. Schließlich wurde die Möglichkeit der Sonderausgaben genau zu diesem Zweck geschaffen, um gemeinnützige Organisationen nach vorne zu bringen. Der Gesetzgeber plant drei Varianten ein. Neben den bereits genannten gemeinnützigen Organisationen sind das politische Parteien und Stiftungen.

Bis zu 20 Prozent Ihrer Einkünfte können Sie für den ersten Fall als Sonderausgabe durch Spenden geltend machen. Überschreiten Sie in einem Jahr diese Grenze, gibt es im folgenden Jahr einen Spendenvortrag, der Ihre Steuern noch in den Folgejahren reduzieren kann. Unterstützen Sie eine politische Partei, können Sie bis zu 3300 Euro absetzen. Die Hälfte der ersten 1650 Euro gibt es direkt erstattet, der Rest kann als Sonderausgabe zusätzlich abgesetzt werden – bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren ist es jeweils das Doppelte. Bei Abgaben an Stiftungen können Sie bis zu einer Million Euro als Sonderausgabe geltend machen.

Es muss nicht immer Geld sein!

Natürlich ist Bares überall wichtig und leicht zu überreichen. Aber auch Sachspenden oder für Ehrenamt verwendete Zeit sind hochwillkommen und werden steuerlich begünstigt. Das wären etwa Kleidung und Spielzeug zur Benutzung oder Prämien für die Tombola eines gemeinnützigen Vereins, nicht aber, wenn Ihre Spende im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb verlost oder verkauft wird (etwa auf einem Vereinsfest). Auf Ihrem Spendenbeleg muss dann der Wert der Sachspende festgehalten werden. Für die Dokumentation bietet sich an, den Neupreis und die Nutzungsdauer zum Zeitpunkt der Spende zu belegen, um den Marktwert zu erklären.

Wohin mit meinem Geld?

Wenn Sie nicht ohnehin einen Verein oder eine Organisation im Auge haben, überlegen Sie sich, wo Ihre Sympathie liegt. Ist es das Tierheim, aus dem Ihr Hund kommt und von dessen guter Arbeit Sie sich selbst überzeugen konnten? Oder möchten Sie Kindern aus der Region helfen? In fast jedem Ort gibt es mittlerweile Organisationen, welche Weihnachtsgeschenke für benachteiligte Kinder organisieren. Steuerlich leider nicht berücksichtig werden Vereine, die hauptsächlich der Freizeitgestaltung dienen, etwa Sport-, Karnevals- oder Heimatvereine. Sind Sie noch auf der Suche nach einer vertrauenswürdigen Organisation, die mit Ihrem Geld auch wirklich Gutes tut, können Sie sich mit verschiedenen Spendensiegeln Orientierungshilfe holen. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bewertet unter anderem die Verwendung der Spenden sowie die Ausgaben für Werbung und Verwaltung. Spendenempfänger, die ein vertretbares Maß einhalten, dürfen das – allerdings kostenpflichtige – DZI-Siegel für ihre Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Ein kostenfreies Siegel vergibt die gemeinnützige Phineo AG, die sich für gesellschaftliches Engagement einsetzt.

“Pictures or it didn’t happen“

Achtung: Planen Sie, dieses Jahr noch schnell zu spenden oder haben Sie schon gespendet, gehen Sie unbedingt sofort auf Jagd nach den Spendenquittungen (Amtsdeutsch „Zuwendungsbestätigung nach amtlichem Muster“). Diese können vom Empfänger der Spende auch direkt elektronisch an das Finanzamt übermittelt werden. Ohne Quittung gibt es nur einen Pauschalbetrag von 36 Euro. Für Spenden bis 200 Euro gilt ab der Steuererklärung für 2017 eine vereinfachte Regelung – hier reicht als Nachweis der Einzahlungsbeleg mit Spendenzweck, sofern der Empfänger eine juristische Person des öffentlichen Rechts ist. Haben Sie an gemeinnützige Einrichtungen gespendet, brauchen Sie zusätzlich einen Beleg, aus dem unter anderem hervorgeht, dass diese Einrichtung von der Körperschaftsteuer befreit ist und wie sie die Mittel verwendet. Bei Paypal-Spenden benötigen Sie einen Kontoauszug und einen Ausdruck, der die Transaktion belegt. Für Spenden über 200 Euro benötigen Sie grundsätzlich immer eine Spendenbescheinigung vom Empfänger. Ausnahme: Katastrophenfälle (Erdbeben-/Hochwasserhilfe).

Fazit: Wenn Sie dieses Jahr noch nicht gespendet haben, tun Sie es – für Ihr Karma- und Ihr reales Konto. Oder vielleicht haben Sie gespendet, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Für solche Sach- oder Zeitaufwendungen können Sie sich auch im Nachhinein noch eine Spendenquittung ausstellen lassen!

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