Immobilien-Trends 2018: Was passiert mit Ihren Assets?

Jan 04, 2018

Moheb

Vermieter

0

Liebe Leser, ich heiße Sie herzlich willkommen im neuen Jahr. Für 2018 habe ich mir statt guter Vorsätze vorgenommen, mich auf gute Entscheidungen zu konzentrieren und mir klare Ziele zu setzen – privat, aber besonders auch geschäftlich. Vielleicht geht es Ihnen ja ähnlich? Aber um zu wissen, welche Entscheidungen gut sind und welche Ziele erreichbar, müssen wir auch wissen, wo die Trends am Finanzmarkt hingehen; in unserem Fall besonders am Immobilienmarkt. Deshalb erhalten Sie im Folgenden eine kurze Trendprognose für das kommende Jahr.

Für Immobilienbesitzer und Investoren sind immer die gleichen Fragen interessant: Wie entwickeln sich die Zinsen? Und damit zusammenhängend: Wie weit steigen die Immobilienpreise noch? Um die Frage der Zinsentwicklung zu beantworten, müssen wir uns vor allem auf die aktuelle und geplante Geldpolitik der EZB konzentrieren. Die Hauspreise sind zwar ein Produkt der hohen Nachfrage – aber auch natürlich der niedrigen Zinsen, die wiederum die Nachfrage weiter befeuern. Und so wird es 2018 weitergehen:

Die Politik der EZB

EZB-Chef Mario Draghi ist für seine vorsichtige Vorgehensweise bekannt. Die gute Nachricht somit zuerst: Ein drastisches Einbrechen des Marktes ist nicht zu erwarten, weil auch die EZB mit ihrer Politik eher sanft vorgeht. Ziel des Instituts ist es aktuell, in der Eurozone eine gesunde Preisstabilität zu erreichen. Das heißt: eine flächendeckende Kerninflation von zwei Prozent. Solange wir dort nicht angekommen sind, wird der Leitzins auch auf sehr niedrigem Niveau bleiben. In diesem Jahr wird er vermutlich nicht erhöht. Zwar steigt die Inflationsrate in Deutschland: 2017 lag sie zwischen 1,12 und 1,97 Prozent. Aber in Europa liegt sie immer noch bei lediglich etwas über einem Prozent. Dennoch eine positive Entwicklung, denn im Jahr 2016 waren es noch weniger als ein Prozent. Nichtsdestotrotz sind wir noch weit entfernt vom Ziel der EZB, der Zwei-Prozent-Marke. Somit wird eine Erhöhung des Leitzinses noch auf sich warten lassen.

Was das für Immobiliendarlehen bedeutet

An anderer Stelle stellt die EZB die Schrauben trotzdem nach: Zu Beginn dieses Jahres wird sie vermutlich weniger Unternehmens- und Staatsanleihen ankaufen. Dieser Ankauf war in den vergangenen zweieinhalb Jahren als Hilfe zum Wirtschaftsaufschwung gedacht, was auch Früchte getragen hat. Ziel ist es aber nicht, dauerhaft einzugreifen, sondern der Markt soll sich selbst wieder stabilisieren und regulieren. Während in der Vergangenheit also der Kurs künstlich hochgehalten wurde, wird er nun voraussichtlich etwas absinken. Als Folge werden die Renditen steigen, was zu einer Stellschraube für die gesamte Wirtschaft wird. Ein ausschlaggebender Faktor: Es führt zu einem Anstieg der Pfandbriefzinsen. Dadurch haben natürlich die Banken höhere Kosten und eine wichtige Möglichkeit, diese auf die Kunden umzulegen, ist eine Steigerung der Baufinanzierungszinsen, die mit Sicherheit kommen wird. Extreme sind zwar kaum zu erwarten. Denn hier zeigt sich ebenfalls der vorsichtige EZB-Kurs. Es wird schrittweise und nachhaltig vorgegangen. Da außerdem der Leitzins sich nicht erhöht, werden die Kosten für Immobiliendarlehen eher moderat steigen. Das bedeutet für Sie als Käufer dennoch: Wenn Sie kaufen möchten, entscheiden Sie nicht überstürzt, aber so zügig wie möglich. Je länger Sie warten, desto mehr wird der Preis der Finanzierung steigen. Das ist zwar immer noch besser, als bei einer so langfristigen und illiquiden Anlage wie Immobilien danebenzugreifen. Aber trotzdem ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Ihre Suchbemühungen zu verstärken, bevor es teurer wird.

Wie sich die Preise für Wohneigentum entwickeln werden

Wir alle haben noch die Headlines von 2017 im Kopf: Gefühlt täglich wurde das Schlagwort „Preisspirale“ bemüht und immer mehr Regionen in Deutschland als Risikogebiet für eine Immobilienblase ausgerufen. Die Hauptgründe waren akuter Wohnraummangel auf der einen Seite, die historisch niedrigen Zinsen auf der anderen. Das heißt, der Trend für 2018 ergibt sich ebenso aus diesen beiden Faktoren. Die Wohnungsknappheit wird sich nicht von heute auf morgen lösen lassen, insbesondere angesichts der eindeutigen Zahlen: Die Anzahl der Baugenehmigungen in Deutschland 2017 waren deutlich niedriger, als die Nachfrage es erfordert hätte. Und diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen. Auf der anderen Seite steht der erwähnte leichte Zinsanstieg, welcher der wohl wichtigste Faktor bei der Preisentwicklung ist. Daher erwarte ich, dass der Preisanstieg bei Immobilien sich abschwächen wird. Wer ohnehin plant, seine Immobilie in naher Zukunft zu verkaufen, sollte also dringend handeln, bevor der Scheitelpunkt erreicht ist – insbesondere in Großstädten, in denen bereits sehr hohe Preise erzielt werden.

Hat dieser Beitag Ihnen gefallen? Dann freuen wir uns über Ihr Like! Um über weitere Beiträge, aktuelle Immobiliennachrichten und Aktionen informiert zu werden,  liken Sie unsere Facebookseite (Icon oben, rechts) und klicken Sie auf „abonnieren

Post by Moheb

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.